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Lücking Ziegelelement

Mauertafel aus Lücking Planziegel

Lücking Ziegelelemente sind geschosshohe, tragende Mauertafeln aus Lücking Planziegeln, die werksseitig komplett als fertige Wand inklusive verschiedener Ein­bau­teile vorgefertigt werden. Sie bieten sich für tragende Außen- und Innenwände an, bei denen große Wandflächen schnell und effizient errichtet werden sollen.

Foto: Ziegelelement an Seilkontruktion in der Luft schwebend (freigestellt)

Komplette Vorfertigung

Bauteile wie Rollladenkästen, statisch benötigte Stahlbetonstürze, Betonpolster, Ziegelstürze, Ringanker einschließlich der Bewehrung sowie verschiedener anderer Einbauteile werden bei der Vorfertigung berücksichtigt. Die Fenster­laibungen sind für den RAL-Einbau der Fenster verputzt bzw. vorbereitet.

Vorteile:

Für Planer und Bauherren vereint das Lücking Ziegelelement alle Vorteile der hochwertigen Ziegel-Massivbauweise mit der effizienten Element-Bauweise. So kann in kurzer Zeit ein hochwertiges, monolithisches Ziegelhaus mit besten Ziegel-Eigenschaften errichtet werden. Für hervorragende bau­physi­kalische Werte im Bereich Statik, Schall-, Brand­schutz und Wärmedämmung wählen Sie wie gewohnt die Lücking Planziegel nach Ihren Anforderungen in beliebiger Wandstärke.

Errichtung des Rohbaus

Durch die komplette Vorfertigung, bis UK-Decke, ist die Fertigstellung des Rohbaus deutlich schneller möglich.
Alle Elemente werden in der Montagereihenfolge direkt auf die Baustelle geliefert. Ein Facharbeiter und zwei Hilfskräfte können ein Stockwerk inklusive Decke innerhalb kürzester Zeit errichten.

Foto: Bauarbeiter beim Einpassen eines Ziegelelements auf einer Baustelle.

Empfehlung Wandaufbau

Die Lücking Planziegel W75 und MZ-Planziegel sind technologische Spitzenprodukte, welche die An­forde­rungen an eine moderne und hochwärme­dämmende Außenwand weit über das von der EnEV geforderte Maß erfüllen. Mit ihnen ist es möglich, auch schwierige Anschlussdetails einfach, aus­führungssicher und kostengünstig umzusetzen. Mit der Wahl der Lücking Planziegel als Bau­stein für Ihr Haus entscheiden Sie sich für eine wirtschaftliche und hochwertige Lösung, die Ihre Investition und Wohn­­qualität für die Zukunft sichert.

Unsere Empfehlung:
Monolithische Ziegelelement-Außenwand
Das Ziegelelement W 8, MZ 70 für das ­Ein­fam­ilienhaus oder MZ 90 G für das Mehrfamilienhaus.
Die massive Wandkonstruktion bietet neben der Langlebigkeit und Luftdichtigkeit genügend Platz für Details und Konstruktion, um den Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz gerecht zu werden.

Optimierungen der Anschlussdetails sind neben der Qualität der Wärmedämmung in der Fläche wesentlich für den optimalen Wärmeschutz der Gebäudehülle. Hier bietet sich die Möglich­keit, mit mindestens 12 cm starker Däm­mung, die Wärmebrücken­effekte deutlich zu minimieren. Bei dem Deckenauf­lager wird dies durch die Decken­randschale bauseits möglich.

  λR-Wert der Lücking Ziegelelemente
  0,07 0,08 0,09
  MZ 70 MZ 80 / W 8 MZ 90 G / W 9
Wandstärke U-Wert    
36,5 cm 0,18 0,21 0,23
42,5 cm 0,16 0,18 0,20
50,0 cm 0,14 0,15  

 

 

Lücking Ziegelelement

Mauertafel aus Lücking Planziegel

Technische Daten

Anwendung Im Wohnungsbau, als Keller-, Innen- und Außenwand sowie als Wohnungstrennwand. Die Elemente werden aus dem Planziegellieferprogramm erstellt. Alle technischen und bauphysikalischen Eigenschaften entsprechen dem jeweiligen Planziegel.
Grundlage allgemein bauaufsichtliche Zulassung 17.1-1190
Plattenabmessungen
Wandstärke 11,5 – 50,0 cm Elementlänge 7,00 m Elementhöhe 3,25 m
Fugenbreiten
Horizontal Mörtelfuge min. 1,0 cm bis 3,0 cm Vertikal Montagefuge 3,0 cm
Die Montagefuge dient dem Ausgleich der Toleranz ± 1,0 cm
min. 2,0 cm – max. 4,0 cm

Ausführung
Aussparungen Öffnungen für Durchführungen, Fenster und Türen sind werkseitig berücksichtigt. Oberfläche Die Elementoberfläche entspricht einem bauseits verarbeiteten Planziegelmauerwerk, die Montagefugen müssen bauseits vor dem Putzauftrag geschlossen werden.
Sonderbauteile
Flachstürze, Rollladen- und Raffstorekästen, Beton-Ringbalken und U-Schalen können werkseitig eingebaut werden.
Statik, Brand-, Schall- und Wärmeschutz
Die Eigenschaften der Ziegelelemente entsprechen den Werten der Planziegel und sind identisch mit denen der bauseitigen Verarbeitung.


Prospekttitel ZiegelelementProspekt: Lücking Ziegelelement
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Technische Bearbeitung

Die technische Bearbeitung erfolgt in unserem Hause. Vor Produk­tions­beginn werden die Fertigungspläne durch den Auftraggeber freigegeben. Zur Erstel­lung der Freigabepläne benötigen wir folgende Unterlagen:

• Architektenpläne: Grundrisse, Ansichten, Schnitte M 1:100 / 1:50.
• Statik, Wärmeschutz- und Schallschutzberechnungen ­ein­schließlich Positionspläne.
• Dachaufriss einschließlich Angabe der Materialdimensionen.
• Lageplan, Baustelleneinrichtungsplan und Angaben der Zufahrt-und Stellmöglichkeit.

Bei Freigabe sollte auf folgendes besonders geachtet werden:

• Übereinstimmung der Architektenpläne mit den Produktions- bzw. Freigabeplänen.
• Statische und konstruktive Vorgaben, Wärmeschutz- und Schallschutzanforderungen.
• Besondere Gegebenheiten auf der Baustelle in Hinblick auf Transport, Lagerung und Montage.

Foto: Ein Lücking Ziegelelement wird für den Transport per Kran auf einen LKW gehoben.

Montage

1. Anlieferung
Für die Anlieferung im Innenlader sind freie Zu- und Abfahrtswege sowie ausreichend Stellflächen für Sattelzug und Paletten maßgeblich. Für den bauseitigen Kran sind Wandgewicht und Hebeleistung aufeinander abzustimmen.
Das Anheben der Ziegelelemente mit Baustellen- oder Mobilkran vom Tieflader erfolgt mittels Ausgleichstraverse an den dafür vorgesehenen Anschlagpunkten, die werksseitig eingebaut sind.

2. Montage nach Plan
Grundlage für die richtige Positionierung der Ziegelelemente ist der Montageplan. Nachdem der Grundriss mittels Schlagschnur auf der Fundamentplatte bzw. auf der Decke gekennzeichnet wurde, erfolgt das Versetzen der einzelnen Elemente. Wandlängen, Versetz­fugen und Wandnummern werden eben falls markiert.

3. Boden ebnen und nivellieren
Die Bodenplatte / Decke muss hinsichtlich Ebenheit überprüft werden. Mit dem Nivelliergerät wird der höchste Punkt der Fundamentplatte bzw. Decke gesucht. Ausgehend vom höchsten Punkt werden die Unterlegplättchen versetzt und eingemessen. Dabei ist eine Mindeststärke von 10 mm einzuhalten.

4. Unterlegplättchen platzieren
Die Unterlegplättchen werden 10 cm von Anfang und Ende eines Elements an der Außen- und Innenkante platziert (4 Stk./Element).

Ein Ziegelelement wird am Boden eingepasst. Eine Wand aus mehreren Ziegelelementen auf einer Baustelle



5. Elemente ins Mörtelbett
Der Mörtel muss höher als die Unterlegplättchen aufgetragen werden. Die Ziegelelemente sind an einer Ausgleichstraverse hängend vollflächig in das vorbereitete Mörtelbett aus KM Therm zu setzen.

6. Schrägstützen
Nach dem Versetzen eines Elements werden je zwei Schräg­stützen pro Element zur Lage­siche­rung und lotrechter Einrichtung eingesetzt. Zur Fixierung der Stützen werden diese zuerst oben an der Wand mittels Spann­frosch befestigt. In der Bodenplatte, deren Beton eine ausreichende Festigkeit aufweisen muss, trag­fähige Dübel setzen und Stützen­fuß mit passenden Schrauben sicher befestigen.


Vertikale Stoßfuge

1. Allgemeines
Ziegelelemente werden in der Regel raumbreit vorgefertigt, sofern es sich nicht um Pfeiler oder Passstücke handelt. Die Verbindung der einzelnen Ziegelelemente untereinander erfolgt durch den Stumpfstoß, bei dem anschließend die Fuge vermörtelt wird. Die Stoßfuge dient zum Ausgleich der Herstellungs- bzw. Montage­toleranzen.
Die Anforderungen an die Fugenkonstruktion hängen von der Bean­spruchungsart ab. Neben den bauphysikalischen Anforde­rungen einer einschaligen Außenwand (Schlagregenschutz, Tauwasserschutz, Wärme­schutz, Winddichtigkeit, Schallschutz und Brand­schutz) müssen gegebenenfalls auch statische Aspekte berück­sichtigt werden. Um die räumliche Steifigkeit des Bauwerks zu gewähr­lei­sten ist eine Weiterleitung von Kräften in der Wand­ebene aus statischen Gründen ggf. erforderlich. Hierzu gibt es in den technischen Regelwerken unterschiedliche Festle­gun­gen zur Bemessung und Konstruktion dieser Stoßfugen.

2. Konstruktive Vertikalfuge
Sofern keine horizontalen Kräfte in der Scheibenebene weiter­­zu­leiten sind, kann auf besondere konstruktive Maßnahmen zur Ver­bindung der Einzelelemente verzichtet werden. Eine über­grei­fende Fugenbewehrung ist nicht erforderlich. Bei der Aus­füh­rung des Element­stoßes sind die bauphysikalischen Anforderungen an das Bauteil und die Dauerhaftigkeit des Anschlusses zu berück­sichtigen.

Montagefuge

Grafik: verfüllte Vertikalfuge

Fugenbreite (Nennmaß) A = 30 mm
Fugentoleranz FT  = ± 5 mm
Montagetoleranz MT =  ± 5 mm
A − FT − MT = min A = 20 mm
A + FT + MT = max A = 40 mm


Die Montagefuge wird manuell oder mit einer Mörtelpumpe unter Beachtung folgender Hinweise verfüllt:
  1. Die Fugenbreite ergibt sich planmäßig aus Passungsberech­nungen gemäß Tabelle oben zu 30 mm ± 10 mm.
  2. Als Verfüllmörtel ist KM Therm gemäß Montageplan und Elementetikett zu verwenden.
  3. Der Mörtel ist in geeigneter Konsistenz herzustellen. Eventuelle Angaben auf den technischen Merkblättern der Hersteller sind zu beachten.
  4. Die Fuge ist grundsätzlich von Schmutz und losen Teilen zu befreien und vorzunässen.
  5. Die Fugen müssen oberflächennah verfüllt und anschließend beid­seitig eben mit dem Mauerwerk abgeglichen werden.
Bei Verfüllung mit Mörtelpumpe sind die Fugen ggf. beidseitig abzuschalen.


Wärmeschutz

1. Allgemeines
Für den rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes von Mauer­werk aus vorgefertigten Ziegel­el­ementen dürfen die Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Ziegel nach DIN V 4108-4 oder nach der betreffenden bauaufsichtlichen Zulassung zugrunde gelegt werden. Im Hinblick auf die Bauteil­anschlüsse und deren Wärme­brückenwirkung werden unter Berücksichtigung der Festlegungen in DIN 4108 Beiblatt 2 die Detailpunkte Deckenauflager und Elementfuge ausführlicher betrachtet.

2. Vertikale Elementfuge
Vertikalfugen sind so auszubilden, dass sämtliche bauphysikalischen Anforderungen u. a. auch der Wärme­schutz erfüllt werden. Das bedeutet, dass durch Wärme­brückeneffekte keine Schimmel­pilzbildung auftreten darf und dass aus Gründen der Behaglichkeit eine möglichst gleichmäßige Oberflächentemperatur raumseitig anzustreben ist.

Die nachfolgende Vergleichsuntersuchung zeigt, dass die Anforderungen auch bei ungünstigen Randbedingungen erreicht werden. Betrachtet wird eine hochwärmedämmende Außenwand mit u = 0,23 W/m²K. Die Ecktemperatur liegt unter normierten Randbedingungen bei 16,7° C. Wird in dieser Ecke eine Element­fuge angeordnet, so überlagern sich die Effekte der geo­me­trisch­en Wärmebrücke und der konstruktiven bzw. material­­bedingten Wärmebrücke. Als Kriterium für den Feuchte­schutz ist eine Temperaturabsenkung auf unter 12,6° C zu vermeiden.

Auch bei Fugenbreiten bis zu 70 mm und Füllung dieser Fuge mit KM Therm ergibt sich nach unten stehender Tabelle eine Eck­tem­pe­ratur von 16,1° C – eine nahezu gleiche Oberflächentemperatur im Vergleich zu 16,7° C bei fugenloser Ausbildung.

Grafik: Montagefuge Ziegelelement
Montagefuge d = 3 cm bzw. d = 7 cm



Ecktemperatur bei unterschiedlicher Ausbildung der Montagefuge hinsichtlich Fugenbreite und Füllmaterial:

Füllung der
Montagefuge
mit:
Normalmörtel
KM Therm


3. Horizontale Versetzfuge
Ziegelelemente werden bei der Montage vollflächig in ein vorbereitetes Mörtelbett versetzt. Die planmäßige Höhe der Ziegelelemente ist auf eine Fugendicke am Fußpunkt von 12 mm abgestimmt. Die Dicke sollte in Abhängigkeit vom erforderlichen Höhenausgleich zwischen 10 und 30 mm liegen.

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